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đŸŽ” 20 Jahre Markus FĂ€rber - 20 Jahre Stadtmusikdirektor - 20 Jahre Musik, Freude und Zusammenhalt đŸŽ”

Zeughaus Villingen – WĂ€hrend der Corona-Pandemie war das Musizieren, wie wir es kannten nicht mehr möglich. Seit mehr als einem Jahr finden keine Proben, keine Konzerte, keine Wertungsspiele statt. In dieser Zeit blickt unser Markus zurĂŒck auf zwei Jahrzehnte, die er an der Spitze der Stadt- und BĂŒrgerwehrmusik steht. 20 Jahre als Stadtmusikdirektor und es gibt keine Feier, kein Konzert, kein gemĂŒtliches Zusammensitzen mit den Musikern und dem Vorstand.

Ohne die Corona-Pandemie hĂ€tte sich Markus FĂ€rber nach 20 Jahren als Dirigent Gedanken gemacht, wie er die Routine durchbrechen und neue Anreize fĂŒr die Musiker schaffen kann. Ihm ist bewusst welch große Aufgabe nach Corona vor ihm liegt: „Da mĂŒssen wir uns erst wieder finden, schauen, wie das Orchester zusammenfindet und wer ĂŒberhaupt noch alles an Bord ist.“, erzĂ€hlt er. Das Wichtigste in dieser Phase wird es sein die Musiker wieder zu begeistern fĂŒr die Musik, die gemeinsamen Proben und die Konzerte und Auftritte. Dies wird einige Zeit dauern, aber wir vertrauen da auf Markus, dass es ihm gelingt das Orchester wieder zu einem Klangkörper zu formen, der auf hohem Niveau spielt und in dem sich die Musiker wohlfĂŒhlen. Denn wir wissen, dass Markus die notwendige Erfahrung und das Können hat, um diese Herausforderung zu meistern. In den letzten 20 Jahren hat er mehrfach gezeigt, was er kann und auch manchen Kampf ausgefochten.

Der Werdegang des Markus FĂ€rber

Markus ist fest mit der Region verwurzelt: Beim Musikverein Klengen begann er mit der Musik. Mit damals neun Jahren hat ihn sein Cousin Norbert Strobel (heute Solo-Oboist beim MDR-Sinfonieorchester in Leipzig) fĂŒr die Klarinette begeistert. „Eigentlich wollte ich Schlagzeug spielen“, erinnert er sich. Er erinnert sich gerne an diese Zeit zurĂŒck. Die MusikschĂŒler seien liebevoll betreut worden im Verein und hĂ€tten einen wirklich guten Unterricht erhalten. „Mein Lehrer damals war Waldemar Bartler, eine echte Legende, den kannte hier jeder.“ Danach wechselte Markus in die Jugendmusikschule nach Trossingen. Hier wurde die Leidenschaft fĂŒr die Musik in ihm geweckt und Markus widmete sich ganz der Musik. „Er hat mich wirklich an den Punkt gebracht, wo ich gesagt habe, ich probiere das aus“, sagt er ĂŒber seinen damaligen Lehrer Manfred Klingler.

Doch zu einem Musikstudium gehört weitaus mehr als nur Leidenschaft: „Da gehört auch viel Disziplin dazu und die Bereitschaft, bis ans Äußerste zu gehen.“ Sechs Jahre hat Markus ein Klarinettenstudium an der Hochschule fĂŒr Musik in Stuttgart absolviert. Davor hat er seinen Wehrdienst beim Stabsmusikkorps der Bundeswehr in Siegburg abgeleistet.

Nach dem Studium war klar, dass er mehr „in die Breite“ gehen möchte und nicht in den harten Konkurrenzkampf um die wenigen Orchesterstellen einsteigen will. „Außerdem habe ich gesehen, dass die Klarinette nur einen Bruchteil der Musik abbildet, die man spielen kann.“ So entschied er sich zu einem Aufbaustudium in ZĂŒrich, um sich als „Diplom-Blasorchesterdirigent“ ausbilden zu lassen. Da dies kein Vollzeitstudium war, hat er nebenher unterrichtet und den Musikverein Winzeln dirigiert.

Der Impuls sich in diese Richtung weiterzuentwickeln, kam von Wolfgang Wössner, dem Leiter der Stadtmusik Schwenningen. Die beiden kennen sich seit vielen Jahren, denn bereits bei den AufnahmeprĂŒfungen an den Musikhochschulen in Stuttgart und Karlsruhe bewarben sich beide fĂŒr einen Studienplatz im Fach Klarinette. Seit 1993 ist Wössner in Schwenningen und absolvierte nebenher ein Aufbaustudium zum Blasorchesterdirigenten. Dabei trafen sich die beiden wieder und Markus bekam mit, welche VorzĂŒge es hat eine feste Stelle und ein festes Orchester zu haben. Markus selber war nach dem Aufbaustudium durch verschiedene Jobs in der ganzen Region unterwegs. So dirigierte er in Winzeln und Brigachtal und unterrichtete in Trossingen. „Das hat auch was, aber ich habe schon Ausschau gehalten nach einem festen Job.“, sagt er.

Genau diese Chance kam 2000, denn die Stadtmusik Villingen suchte einen neuen Chef nach dem Tod ihres Dirigenten Rupert Binder. Markus bewarb sich und schaffte den Sprung unter die ersten drei, aber die Stadtmusik hatte sich fĂŒr Bernhard Stopp entschieden. Dieser kĂŒndigte jedoch nach kurzer Zeit und Markus konnte in Absprache mit der Stadt nachrĂŒcken, ohne dass die Stelle neu ausgeschrieben worden ist. Er betont, dass er nie das GefĂŒhl hatte die zweite Wahl zu sein, denn es wurde offen darĂŒber gesprochen, weshalb man sich das erste Mal fĂŒr einen anderen Kandidaten entschieden hatte.

So begann fĂŒr Markus im MĂ€rz 2001 eine ganz neue Ära: „Das war wirklich spannend, ich konnte unterrichten und dirigieren, alles ist unter einem Hut vereint.“ Es dauert einige Jahre bis sich ein Orchester und der Dirigent „wirklich findet“. Es gab durchaus schwierige Phasen und heiße Diskussionen, wo das Orchester hin will. Als musikalischer Leiter mĂŒsse man den Spagat schaffen alle Musiker mitzunehmen: „Und da gibt es die eher Leistungsorientierten und die Musiker, die zwar gerne spielen, aber nicht zu viel Druck und VerĂ€nderung wollen.“

Schlussendlich hat Markus, auch dank der großen UnterstĂŒtzung des Vorstandes, es geschafft ein Orchester zu formen, das auf hohem Niveau spielt. Dies hat sich durch Erfolge bei vielen Wertungsspielen gezeigt. Ein echter Höhepunkt war das 200-jĂ€hrige JubilĂ€um 2010, verbunden mit einem dreitĂ€gigen Stadtfest. „Da hat alles gepasst, das hat uns einen enormen Schub gegeben, da haben wir lange von gezehrt“, erinnert er sich.

In seiner Freizeit erholt sich Markus am liebsten in der Natur, geht wandern, radeln oder gĂ€rtnert. Den musikalischen Ausgleich zur Blasmusik findet er im Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen, wo er seit vielen Jahren StimmfĂŒhrer der Klarinetten ist.

Jetzt hoffen wir auf schnell sinkende Coronazahlen und die stufenweise RĂŒckkehr zum Normalbetrieb. „Das wĂ€re schön, wenn wir bald wieder gemeinsam musizieren könnten“, hofft der Stadtmusikdirektor, der 2001 nie gedacht hĂ€tte, diesen Job 20 Jahre innezuhaben.

Abschließend lĂ€sst sich nur noch sagen: Danke Markus fĂŒr die vielen Jahre voller schöner Momenten, Musik und Proben, harter Arbeit, unvergesslicher Konzerte und Spaß und Freude am Musizieren. Auf Dich und die nĂ€chsten 20 Jahre! đŸ„‚